Windows Media Player Symbolleiste unter Windows 7

Auch unter Windows 7 ist es möglich die Windows Media Player Symbolleiste zu nutzen. Benötigt wird dafür nur die wmpband.dll Datei von einer Windows Vista Installation. Hierbei ist darauf zu achten man auch nur eine Datei von einem 32-bit Vista auf einem 32-bit Windows 7 System nutzen kann. Das gleiche natürlich umgekehrt.

Die Datei kopiert man dann in das %ProgramFiles%Windows Media Player Verzeichnis. Danach führt man dann die folgenden zwei Befehle aus:

regsvr32.exe "%ProgramFiles%system32wmp.dll"
regsvr32.exe "%ProgramFiles%windows media playerwmpband.dll"

Nach einem Neustart und minimieren des Mediaplayers kann man dann auch unter  Taskleiste  -> Symbolleisten -> den Punkt Windows Media Player auswählen.

VirtualStore unter Windows Vista und Windows 7

Mehrmals bin ich bereits über den VirtualStore bei Windows Vista gestolpert. Seit Windows Vista versucht Microsoft strickter zwischen Benutzerdateien und Anwendungsdateien zu trennen.

Nehmen wir mal als Beispiel eine Anwendung mit dem Namen App. Diese Anwendung wird ganz normal nach c:\Program Files\App installiert.

Beim ersten Start von App unter dem normalen Bentzeraccount poppt ein Konfigurationswizard auf, der diverse Einstellungen den Benutzerwünschen entsprechend anpasst und diese Einstellungen dann in der folgenden Datei speichern will c:\Program Files\App\settings.ini

Hier greift dann der VirtualStore, der, wie der Name schon vermuten lässt, Teil des Virtualisierungskonzept unter Windows Vista und Windows 7 ist. Sobald eine Anwendung versucht in c:Program Files zu schreiben, ohne genügend Berechtigungen zu haben, wird dieser Zugriff in den Virtualstore des jeweiligen Benutzers umgeleitet. Dieser befindet sich unter C:\Users\USERNAME\AppData\Local\VirtualStore. Hier können dann verschiede Ordner wie z.B.  Program Files oder Windows sein, denn diese Technik greift nicht nur beim Program Files Ordner.

Im Zusammenhang mit dem VirtualStore gibt es einige Punkte zu beachten:

  1. Es findet keine Verlinkung statt. D.h. die Datei, die vom Programm im Ordner c:\Program Files\App\settings.ini angelegt wird, befindet sich im VirtualStore Ordner des jeweiligen Benutzers.
  2. Wenn man nach der Datei settings.ini  suchen würde, würde man sie, obwohl sie im VirtualStore Ordner liegt nicht finden, da dieser Ordner nicht indiziert wird.
  3. Der Administrator ist “nicht betroffen”. D.h. wenn der Administrator den oben genannten Config Wizard ausführen würde, würde die Datei auch im eigentlichen Ordner liegen.
  4. Eine von Hand modifzierte Datei in c:Program Files wird von dern entsprechenden Anwendung nicht gelesen werden, da Windows weiterhin alle Schreib- und Lesezugriffe in den Virtualstore umlenken würde.
  5. Der VirtualStore ist, wie man dem Pfad oben entnehmen kann, benutzerbezogen. Ein neuer Benutzer wird demnach nie die vorgenommen Einstellungen erhalten.

Diese Richtlinie kann natürlich deaktiviert werden:

Windows Vista:

Local Security Policy -> Security Settings -> Local Policies -> Security Options -> User Account Control: Virtualize file and registry write failures to per-user locations

Windows 7:

Lokale Sicherheitsrichtlinien -> Sicherheitseinstellungen (Überordner) -> Lokale Richtlinien -> Sicherheitsoptionen -> Benutzerkontensteuerung: Datei- und Registrierungsschreibfehler an Einzelbenutzerstandorte virtualisieren.

Ein einfaches deaktivieren der User Account Controll reicht hier nicht aus.

Befindet man sich mit dem Windows Explorer in einem Programm Ordner, so zeigt Microsoft, sobald Dateien im VirtualStore liegen einen zusätzlichen Button in der Leiste an. Über den Button Komatibilitätsdatein landet man dann im VirtualStore Ordner.

20091104 - 136